25.11.2024 Dr. Artur Pech las aus seinem neuesten Buch: "Marx und Engels über Migration - Einführung für den politischen Gebrauch" (Neue Impulse Verlag GmbH)
Ein zentraler Punkt ist die Wechselwirkung zwischen Migration und Kapitalismus
Fürstenwalde, Montag, den 25. November 2024, 18.00 Uhr,
Dr. Artur Pech, ein Diplomgesellschaftswissenschaftler und Mitglied der Partei DIE LINKE, las aus seinem neuesten Buch: "Marx und Engels über Migration - Einführung für den politischen Gebrauch" (Neue Impulse Verlag GmbH)
Sein Vortrag erregte großen Zuspruch und erntete viel Applaus bei den zahlreich erschienen Zuhörern.
Veranstalter der Lesung war "DIE LINKE Kreisverband-Oder-Spree", mit freundlicher Unterstützung des "Kommunalpolitischen Forums Land Brandenburg e.V.".
Dr. Artur Pech hat sich in seinem Buch „Marx und Engels über Migration“ mit den Ansichten der beiden Theoretiker zur Migration auseinandergesetzt. Es bietet eine Einführung in die marxistische Analyse von Migration für den politischen Gebrauch. Das Buch behandelt Themen wie Ursachen von Migration, Asylrecht, Arbeitsmigration, gewollte und ungewollte Migration sowie Grenzpolitik. Dabei legt Pech den Fokus darauf, Migration im Kontext ökonomischer und sozialer Prozesse zu analysieren, statt sie lediglich moralisch oder ideologisch zu bewerten.
Ein zentraler Punkt ist die Wechselwirkung zwischen Migration und Kapitalismus: Marx und Engels sahen Migration teils als Mittel, um durch den Zustrom von Arbeitskräften den Druck auf die Arbeiterklasse zu erhöhen, was oft zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führte. Pech verweist auf die Bedeutung, Migration nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit kapitalistischen Mechanismen wie Arbeitsmarktkonkurrenz und Lohndumping zu betrachten. Er kritisiert auch die Auffassung, dass Migration automatisch internationalistisch sei, da Migrationsbewegungen sowohl progressiv als auch durch nationalistische Interessen geprägt sein können.
Das Buch soll helfen, eine differenzierte Position zu Migration jenseits von Vereinfachungen oder nationalistischen und internationalistischen Extremen zu entwickeln.
