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Aktuelles


Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus - Gedenken an Karl Holzfäller

Am 27. Januar gedachte Woltersdorf der Opfer des Nationalsozialismus am VdN-Gedenkstein in der Berliner Straße. Gemeinsam mit Anderen legten Mitglieder der LINKEN Blumen am Mahnmal nieder. Eingeladen zum Gedenken hatte der Vorsitzender Gemeindevertretung Woltersdorf, Dr. Siegfried Bronsert. Herr Bronsert hielt eine bewegende Rede, in der er anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee an die Millionen Opfer erinnerte und einen Bogen zu den aktuellen Morden u. a. NSU schlug. DIE LINKE dankt Herrn Bronsert ausdrücklich für seine Rede.

Zwei Tage später trafen sich Mitglieder der LINKEN am Grab des Woltersdorfer Kommunisten Karl Holzfäller. Peter Hochmuth sprach Worte des Gedenkens anlässlich des 70. Jahrestages seiner Hinrichtung im Zuchthaus Brandenburg. Karl Holzfäller wurde 1943 von der Gestapo verhaftet, nachdem er seiner Trauer und der Wut über den Verlust seines Sohnes in einem sinnlosen Krieg Luft machte und von seinem Nachbarn an die Geheimpolizei verraten wurde. Holzfäller wurde kurze Zeit später durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und starb wenige Wochen vor Kriegsende durch das Fallbeil.

Karl Holzfällers Beispiel erinnert uns daran, dass die Ermordeten in den Konzentrationslagern nicht nur abstrakte Gruppen wie Juden, Sinti & Roma, Kommunisten, Sozialdemokraten, verfolgte Christen, Andersdenkende und Andersliebende waren. Sie waren auch unsere Freunde, unsere Nachbarn, unsere Eltern, unsere Geschwister und Kinder. Je weniger Zeitzeugen noch am Leben sind, um uns daran zu erinnern, umso mehr muss es unsere Verpflichtung sein, dies an ihrer Stelle zu tun.

Sebastian Meskes
Vorsitzender DIE LINKE Woltersdorf


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