Zur Äußerung von Dieter Dehm: Vergleich mit Hitler und Stalin für einen Demokraten unakzeptabel. Für einen Linken erst recht.
Erst im dritten Wahlgang ist der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, zum Bundespräsidenten gewählt worden. Eine schwere Niederlage für die konservativ-liberale Regierung. Dennoch steht die LINKE nun unter Kritik, weil sie einem Konservativen ins Bundespräsidialamt geholfen hätte. Aber: In keinem Wahlgang hätte es mit unseren Stimmen für Joachim Gauck gereicht. Ein politisches Signal wäre es gewesen, wenn SPD und Grüne sich vorher mit uns zusammengesetzt hätten, um einen gemeinsamen Kandidaten zu finden. Möglicher Partner sind wir nur auf Augenhöhe.
Auch die Äußerungen des LINKEN Bundestagsabgeordneten Dr. Diether Dehm am Rande der Bundesversammlung lösten Empörung aus. Dieser hat die Wahlentscheidung im dritten Wahlgang zur Bundespräsidentenwahl in Beziehung zu einer vermeintlichen „Wahl zwischen Stalin und Hitler“ gesetzt und versucht, damit die Stimmenthaltung der LINKEN zu begründen. Dazu erklärten der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Finanzminister Dr. Helmuth Markov und die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag Brandenburg, Kerstin Kaiser: "Derartige Überlegungen haben mit den Abwägungen der LINKEN in der Bundesversammlung nichts zu tun und wir distanzieren uns in aller Form davon. Persönlichkeiten wie Christian Wulff oder Joachim Gauck in die Nähe von Hitler und Stalin zu rücken, verbietet sich für jeden Demokraten. Für einen Linken erst recht." Dazu hat Diether Dehm erklärt: „sollte ich missverstanden worden sein, entschuldige ich mich jederzeit“. Kerstin Kaiser und Helmuth Markov komnmentierten: "Das ist gerade einmal das mindeste, was geschehen musste."
