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Zu wenige Parkplätze für Fahrräder – Keine Lösung in Sicht

 

Wer mit der Bahn in Erkner ankommt, kann es nicht übersehen. Die Stadt ist ein Ort der Radfahrer, nicht aber in jedem Fall für Radfahrer. Denn wer dieses umweltfreundliche Nahverkehrsmittel nutzt, kämpft nicht nur mit dem immer stärkeren Verkehr, er sucht auch an vielen Stellen vergebens eine Abstellmöglichkeit für den Drahtesel.

Das macht sich besonders augenscheinlich rund um S- und Fernbahnhof bemerkbar.

Am Zaun zwischen Friedensplatz und Bahnhof stehen an guten Tagen mitunter weit über 70 Räder auf dem Fußweg.



Die Grünanlage vor dem S-Bahnhof ist völlig mit Rädern zugeparkt.

 



Selbst der Behindertenzugang zum neuen Regionalbahnsteig wird als Abstellfläche genutzt. Auch eine Absperrung mit Flatterband hilft kaum.

Auf der 7. Sitzung der Stadtverordneten am 29. September ist nun ein Streit zwischen der LINKEN und dem Bürgermeister, zu diesem Thema entbrannt. DIE LINKE wollte in einem Antrag zumindest erst einmal die Suche nach einer Interimslösung für ausreichende Abstellmöglichkeiten im Umfeld des Bahnhofs anregen, der ja noch einige Zeit Baustelle sein wird. Neben der Bahn könnte auch mit dem Netto-Markt geredet werden, dessen Parkplatz nie voll besetzt sei. Bürgermeister Jochen Kirsch entgegnete, dass es schon am 22. Juni bei der Eröffnung des neuen Bahnsteigs Gespräche mit der Bahn über zusätzliche neu Plätze gegeben habe. Denkbar wäre so etwas auf dem ehemaligen Bahn-Gelände zwischen Berliner und Bahnhofsstraße. Das Thema sei ein Dauerbrenner, aber eben noch völlig offen. Deshalb schlage er vor, diesen Antrag abzulehnen.

Das löste nun wieder völliges Unverständnis beim Antragsteller aus. Der Bürgermeister werde gebeten, Gespräche zu führen, das lehne er ab. Nach längerer Diskussion, unter anderem auch darüber, dass es ja immer noch einige frei Plätze am weiter entfernten Fichtenauer Weg gebe, wurde er schließlich in den Ausschuss für Stadtentwicklung verwiesen.

Schnelle Abhilfe des Missstandes? Fehlanzeige! Es war ein Antrag der LINKEN und wenn der nicht abgelehnt werden kann, dann gilt bei der Mehrheitsfraktion: Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis.

Jürgen Strauß