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Wir sehen uns an der Wahlurne und immer wenn Sie ein Problem oder eine Anregung haben.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Wählerinnen und Wähler

Sie gehen doch wählen? Oder wollen Sie den Anderen(!?) die Entscheidung überlassen?

Hinterher meckern gilt nicht. Packen wir unsere Möglichkeit beim Schopf und wählen wir uns eine Regierung, die unsere täglichen Wünsche und unseren persönlichen Einsatz wahrnimmt und ihre „Macht“ ausübt, damit es allen Bürgerinnen und Bürgern gut geht, in Brandenburg und in der gesamten Bundesrepublik.

Man sagt, „Erfolg hat viele Väter!“. Umso mehr freue ich mich über den neuen Spielplatz im Spreeeck. In den Jahren als Stadtverordnete habe ich mehrfach die Idee eines Spielplatzes für Neuseeland eingebracht. Es wurden dann auch 8.000 € für die Planung eingestellt. Doch das Geld wurde wieder gestrichen und es hieß, dass es in Neuseeland nur Einfamilienhäuser mit Grundstück gäbe und die Kinder ja dort spielen könnten. Nun war die Zeit also günstig. Eine Elterninitiative war gegründet und es standen Wahlen bevor. Da ist es natürlich leichter, Geld in den Haushalt der Stadt zu bekommen um richtig loszulegen. Den Anwohnern wurde das Projekt vorgestellt und da sich kein Widerstand einstellte, wurde der Spielplatz gleich mal eine Nummer größer als geplant. Nun ist er da und wird auch sehr gut angenommen. Und siehe da, plötzlich sind noch mehr Spielplätze und Bolzplätze für Erkner geplant. Mal sehen, ob vor den Wahlen auch nach den Wahlen noch Gültigkeit hat.


In Vorbereitung dieser Wahlen bin ich auch wieder mit mehr Bürgern ins Gespräch gekommen. Da wurden Dinge hinterfragt, die ich selbst auch manchmal aus den Augen verloren hatte oder die ich schon als selbstverständlich ansah. In Erkner gibt es alljährlich eine Prioritätenliste für Baumaßnahmen bei Schulen, Kitas, Straßen … Es gibt auch das Investitionsprogramm, das zusammen mit dem Haushalt beschlossen wird. Die Bürger können erfahren, wann welche Maßnahme wann dran ist, wie z.B. der Ausbau ihrer Straße …

Natürlich können auch Veränderungen notwendig werden, aber dass sollte den Betroffenen dann auch richtig erläutert werden. So wurde die Herweghstraße im Ausbau vorgezogen, weil sie nach der Anbindung der Grundstücke an das zentrale Abwassernetz doch sehr mitgenommen war. Es gab einen Beschluss, der Ausbau begann und von fast allen, außer den Anwohnern, unbemerkt wurde der Ausbau eingestellt. Als Einwohner habe ich die Einwohnerfragestunde zum Bauausschuss genutzt und nach dem zeitlichen Rahmen zur Fertigstellung gefragt. O-Ton aus dem Bauamt: "Wir haben den Ausbau aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Der Ausbau ist für das Jahr 2012 geplant, dann gleich zusammen mit der Fontanestrasse." Ja! Sie lesen richtig; in 3 (drei) Jahren will die Stadt da weitermachen.


Eine halbe Stunde später wurde die Liste der wichtigsten Bauvorhaben der Stadt für 2010 diskutiert. Ich kann jedem Bürger nur empfehlen, seinen Abgeordneten zu fragen, was, wann, warum nötig ist. Es nutzt doch Keinem, wenn z.B. die Bürger aus Karutzhöhe verärgert sind, weil in Neuseeland eine Strasse ausgebaut wird, die eigentlich nicht dran wäre, oder umgekehrt. Wir sind alle die Einwohner derselben Stadt und gerade deshalb ist Transparenz in allen Entscheidungen wichtig. Diese Transparenz müssen wir uns als Bürger einfordern. Nutzen Sie die Einwohnerfragestunden bei den Ausschusssitzungen und zur Stadtverordnetenversammlung.

Wir alle sind gefordert mitzumachen bei der Gestaltung unserer Lebensverhältnisse. Dazu gehört eben auch die Wahl einer guten und vor allem kompetenten Regierung im Land und im Bund. Dann landen die Steuermillionen auch bei den Bürgern und verschwinden nicht in den Taschen derer, die Millionen und Milliarden in den Sand gesetzt haben und trotzdem noch in Saus und Braus leben.


Also! Wir sehen uns an der Wahlurne und immer wenn Sie ein Problem oder eine Anregung haben.

 

Andrea Pohl
Sachkundige Einwohnerin