Vision für eine Energieregion Oder-Spree
Das Thema Energie stand im Mittelpunkt der dritten Aktivenkonferenz der Linken Oder-Spree, die im Rahmen der Kampagne „Oder-Spree 2020“ am Sonnabend in Fürstenwalde stattfand. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers erläuterte eingangs die Energiestrategie der Landesregierungen und betonte das Ziel, künftig die Menschen bereits bei Planungen besser zu beteiligen. Er kündigte einen Leitfaden für kommunale Energiewirtschaft an, der es Gemeinden erleichtern soll, im Energiesektor aktiv zu werden. „Dezentral ist kommunal“ - dieses Motto vertrat auch Stephanie Reinhardt vom Städte- und Gemeindebund, die für eine aktive Rolle der Kommunen warb. Ob die Straßenbeleuchtung, Bürgerwindparks oder Stadtwerke – es müsse viel mehr lokal und regional mit den Menschen agiert werden, so die einhellige Meinung. Auch Herr Rietzel von der Planungsgemeinschaft Oderland-Spree vertrat diese Ansicht und betonte, dass für den Landkreis derzeit ein Energiekonzept erarbeitet wird, in dem auch die Potentiale der Region analysiert werden.
In der Diskussion mit den rund 30 Teilnehmern ging es dann auch um sehr konkrete Fragen wie die Entwicklung von Wasserstoff-Autos, Technologien für Energiespeicherung oder die Kosten für Wärmedämmung oder Heizungssanierung. „Die Energiewende muss auch mit sozialem Augenmaß erfolgen“ betonte der Kreisvorsitzende Peer Jürgens zum Abschluss.
