Und sie wussten, was sie taten.
Die Stadt ist Gesellschafter der Flugplatzbetriebsgesellschaft Fürstenwalde mbH. Alle Versuche den Flugplatz einer wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen und als Stadt ins Eigentum der Flugsbetriebsflächen zu kommen, sind in der Vergangenheit gescheitert. Gewinne konnten nicht erzielt werden, die Stadt hat die Betriebsgesellschaft bezuschusst.
Die Abgeordneten haben deshalb schon 2007 entschieden, dass keine Zuschüsse mehr an den Flugplatz gehen, zumal in absehbarer Zeit Gutachten zur Aufrechterhaltung der Fluggenehmigung notwendig wären. Es wurde folgerichtig der Verkauf der Gesellschafteranteile in der Gesellschafterversammlung im Dezember 2008 vereinbart.
Die Möglichkeit, mit dem Verkauf der Gesellschafteranteile den Flugbetrieb für Interessenten zu sichern, wäre damit grundsätzlich gegeben.
In der Stadtverordnetenversammlung am 29. Januar 2009 stand die Entscheidung an, ob und an wem verkauft wird. Die Fraktion Die LINKE favorisierte die Variante, die den Verkauf an einen Mitgesellschafter vorsah und somit die Chance der Aufrechterhaltung desnahtlosen Flugbetriebes beinhaltete. Die Mehrheit der Abgeordneten hat sich jedoch gegen den Verkauf und gegen eine weitere Bezuschussung entschieden. Der nahtlose Flugbetrieb scheint gefährdet. Fluggenehmigungen, Gutachten, Pacht an den Eigentümer der Flugbetriebsfläche kosten Geld. Wer soll das bezahlen? Die Stadt ist es nicht, laut Beschluss der Stadtverordneten. Es ist nicht spannend, wie die Entscheidung vom 29. Januar 2009 wirken wird, denn sie wussten, was sie taten.
Helga Paschek
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