Schöneicher Petition für bessere Bedingungen in Kindertageseinrichtungen
In der Gemeinde Schöneiche bei Berlin ist in den vergangenen Jahren viel in die Betreuung und Bildung von Kleinkindern investiert worden. An wichtigen Stellschrauben kann die Kommune jedoch nicht drehen.
Deshalb wenden sich die Leiterinnen der Schöneicher KiTas nun in einer Petition an den Landtag Brandenburg. Unterstützt werden ihre Forderungen von Bürgermeister Heinrich Jüttner (parteilos) und Bildungsamtsleiter Horst-Rüdiger Milke.
Verfasst wurde das Schreiben vor dem Hintergrund des Inklusionsbeschlusses der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vom Dezember 2008 sowie des ab Sommer 2013 geltenden Rechtsanspruches auf einen KiTa-Platz. Außerdem geht es um Vorgaben zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Sprachförderung und das vom Landesjugendhilfeausschuss verfasste Aufgabenprofil für Führungskräfte in der Kinderbetreuung.
Aus Sicht der Schöneicher Petent/innen sind all diese Vorgaben und den aktuellen Bedingungen in den Bildungseinrichtungen nicht oder nur mangelhaft umsetzbar. Dazu formulieren sie vier zentrale Forderungen:
- Verbesserung des Personalschlüssels
- Freistellung des Leitungspersonals von der pädagogischen Arbeit mit den Kindern
- Berücksichtung der notwendigen Vor- und Nachbereitungszeit zur Bildungsarbeit im Personalschlüssel
- Berücksichtigung von Fortbildungszeiten, Urlaub und Krankheitsausfälle
Der Ortsverband der LINKEN in Schöneiche bei Berlin begrüßt die Initiative ausdrücklich, wenngleich sie der Landespartei auf die Finger klopft. "Wir haben versprochen, dass die Bildungspolitik für uns in der Landesregierung Priorität hat", sagt Vorstandsmitglied Fritz R. Viertel, "Jetzt müssen wir dabei auch Wort halten!" Die bisherige Verbesserung des Personalschlüssels bei der Kinderbetreuung ist aus seiner Sicht zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, reiche aber offenbar noch nicht aus.
Lesen Sie die komplette Petition unten als PDF-Dokument.
