Radfahren bleibt in Erkner riskant
Erkner sieht den Kontakt von Radfahrern zu den übrigen Bürgern differenziert. So scheint sich das Verhalten der Fraktionen der SPD und CDU in der Stadtverordnetenversammlung zu erklären, als über den Antrag der LINKEN zur Freigabe des Fußweges über die Baekelandbrücke für Radfahrer abgestimmt wurde.
Ein Radfahrer auf dem Fußweg der Baekelandbrücke – ein Fall für die Polizei?
Die Mehrheit nämlich lehnte das ab und hatte dabei wohl das Bild der Friedrichstraße vor Augen, wo sich Radfahrer und Fußgänger pausenlos auf den Gehsteigen treffen. Oder wie auch Radler und Autofahrer im hinteren Teil der Straße zwischen ovalem Kreisel und Neu Zittauer Straße in Kontakt kommen. Hier haben allerdings beide Fraktionen nichts dagegen. Die Gegenargumente zur Baekelandbrücke aber waren nicht schlüssig: Das Fußgänger-Aufkommen sei auf der Brücke höher als dargestellt. Zudem würde es bedeuten, Radfahrer müssten mehrfach die Fahrbahn wechseln und das erhöhe ihr Risiko. Und außerdem gebe es ja kaum Radfahrer in diesem Bereich der Stadt.
Dann hätte damals beim Bau der Brücke gar nicht erst ein kombinierter Rad- und Fußweg beschlossen werden dürfen. Der jetzige ist zumindest farblich unterschiedlich gestaltet und erweckt die Assoziation zu einem Radweg. Oder sollte das aus ganz anderen Gründen passiert sein? Die Polizei jedenfalls kassiert bei Bürgern ab, die den markierten Bereich auf dem Fußweg der Brücke in Anlehnung an die Friedrichstraße als Radweg benutzen. Und das, auch wenn weit und breit kein Passant zu sehen ist. Ihnen soll lieber der enge Kontakt mit den Autofahrern erhalten bleiben.
Radfahrer, hier in der von Fußgängern in Erkner am stärksten frequentierten Friedrichstraße musst du auf dem Fußweg fahren!
Radfahrende SchülerInnen auf der Friedrichstraße zwischen ovalem Kreisel und Gymnasium/Oberschule – ein sicherer Schulweg in Erkner?
Was in der Woltersdorfer Landerstraße rechtens ist darf nicht auf der Baekelandbrücke sein … Das muss nicht jedem Erkneraner logisch erscheinen …
Jürgen Strauß
