Pressemitteilung: Für ein Oder-Spree ohne Fluglärm!
Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Kreisvorstand der LINKEN einstimmig einen Antrag beschlossen, mit dem sich der Kreisverband deutlich zum Thema Flugrouten positioniert. Dazu erklärt der Kreisvorsitzender der LINKEN Oder-Spree, Peer Jürgens:
Auch wenn die Festlegung der Flugrouten ausschließlich in der Zuständigkeit der Bundesbehörden liegt, sehen wir die Landesregierung in der Pflicht, alles Erdenkliche zu tun, um die Lärmbelastung der betroffenen Bürger so gering wie möglich zu halten. Dabei hat DIE LINKE Oder-Spree drei zentrale Forderungen:
1. Nachtflugverbot
Für den Flughafen BBI muss ein striktes Nachtflugverbot in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr gelten. Jegliches Aufweichen dieser Zeitspanne führt zu zusätzlicher Belastung für die Menschen.
2. Transparentes Verfahren
Die Betroffenen müssen einbezogen werden – dafür muss die Deutsche Flugsicherung neben der Fluglärmkommission eine Diskussionsplattform für weitere interessierte Gemeinden wie Bürgerinitiativen eröffnen. Gleichzeitig sollen alle betroffenen Gemeinden in die Fluglärmkommission einbezogen werden. Priorität bei allen Entscheidungen müssen dabei erstens die Flugsicherheit, zweitens die Lärmminderung und erst dann wirtschaftliche Aspekte haben.
3. Klare Datenlage schaffen
Die Deutsche Flugsicherung muss alternativer Planungen und ergänzende Informationen zu den heute beflogenen und den geplanten Flugrouten für den An- und Abflug vorlegen. Dabei sollte auch die Darstellung der jeweiligen Flugkorridore, Zahl der Flüge pro Flugzeugmuster, Höhe und Lärmbelastung einbezogen sein, und zwar von allen Gemeinden/Städten, die in einer Höhe bis zu 3 000 m überflogen werden.
DIE LINKE Oder-Spree hat schon immer vor den Folgen des Großflughafens gewarnt, sich für Alternativen eingesetzt und auf die Lärmbelastungen für die Menschen in der Region hingewiesen. Allerdings ist damals unter Federführung der CDU die Entscheidung für Schönefeld und gegen z.B. Sperenberg gefallen.
