Oder-Spree darf kein Versuchsgebiet sein!
Die CCS-Technologie - also das Abscheiden und unterirdische Lagern von CO2 - ist nur vorgetäuschter Klimaschutz. Sie verschlechtert den Wirkungsgrad der Kraftwerke um mindestens 10%. Sie ändert nichts an der Energiepolitik des Landes und steht einer konsequenten Nutzung erneuerbarer Energiequellen im Weg. Die Verpressung des Klimagiftes CO2 in Erdspeicher ist nach meiner Auffassung eine technologische Sackgasse und hochriskant.
Der Wirtschaftsminister Junghanns hat mir bestätigt, dass der Antrag auf Überprüfung eines Endlagers im Gebiet Beeskow eingegangen ist. Hier soll mit Probebohrungen und geologischen Untersuchungen geklärt werden, ob die Region für die hochriskante CO2-Verpressung geeignet ist. Der Antrag soll bis Ende des Jahres durch das Landesamt für Bergbau entschieden werden, eine Prüfung des Gebietes würde danach zwei Jahre dauern.
Ich fordere eine frühzeitige Einbeziehung nicht nur der Bürgermeister, Gemeindevertreter und des Kreistages, sondern vor allem der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Nach der Idee, in Oder-Spree wieder Kohle abzubaggern sorgt nun auch dieser Schritt berechtigterweise für Verunsicherung der Menschen. Unsere Region darf kein Versuchsfeld für hochriskante Technologien werden. DIE LINKE wird sich gegen die CCS-Technologie einsetzen.
