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Neugestaltung des Markplatzes und seines Umfeldes vorgestellt

„Fürstenwalde soll schöner werden! Vor allem die Neugestaltung des
Marktplatzes darf nicht weiter verzögert werden. Es geht nicht vordergründig
um große bauliche Veränderungen. Wir wollen einen lebendigen, ansehnlichen
und grünen Marktplatz, auf dem man sich das ganze Jahr über gerne trifft,
gerne einkauft, pausiert, ein Schwätzchen hält.“
So stand es im Wahlprogramm der LINKEN, so ist es auch in den „10-Punkte für
Fürstenwalde“ beschrieben, die unsere Fraktion nach der Kommunalwahl als
erste Reaktion veröffentlichte. Einen Markt also, der das städtische Zentrum
für Kommunikation, Erholung und Erlebnis ist.
Und so stand es auch im Antrag der Linksfraktion in der vergangenen
Wahlperiode. Die Verwaltung sollte – gemeinsam mit Studierenden der
Landschaftsgestaltung – Pläne für die Umgestaltung des Marktes erarbeiten.
Nun, mit der Einbeziehung der Studierenden hat es nicht geklappt, dafür
wurde aber der Baurechtsreferendar mit dem – in Fürstenwalde schon
erfolgreich arbeitenden - Landschaftsplanungsbüro Sprenger zusammengebracht.
Analysen zum Ist-Zustand wurden erarbeitet, die Markthändler und das
Centermanagement beteiligt und so wurden erste Überlegungen bald
(be-)greifbar. Gerade die Markthändler und das Centermanagement sind
Partner, die ihre Bereitschaft zum Mitmachen schon in unseren ersten
Gesprächen signalisiert hatten, sehen sie doch genauso wie wir die
Notwendigkeit, den Markt zum Verweilen zu gestalten.
Schnell wurde bei der Arbeit klar, dass es günstig ist, sich nicht nur den
Markt anzuschauen, sondern auch sein direktes Umfeld mit dem Alten Rathaus,
dem unsanierten Markteck, die Reinheimer Straße und dem Areal Paradeplatz /
Bananenkeller.
Dazu gab es in der Stadtverwaltung verschiedene Workshops – auch solch’
offene und kreative Verfahren, wie den „Steinbruch der Idee“, - mit
verschiedensten Partnern und Planungsbüros, deren Ergebnisse in der Sitzung
des Stadtentwicklungsausschusses nun vorgestellt wurden.
Neue Bäume sollen es künftig richten: Mehr Grün könnte den Marktplatz
einladender machen. Auch die Reinheimer Straße soll davon profitieren. Vier
Bäume sollen vor dem Eingang zum Rathaus-Center stehen, drei an der
Reinheimer Straße. Zweck dieser Anpflanzungen ist nicht nur, Grün auf den
Platz zu bringen, sondern auch, dieMarkfläche gefühlt zu verringern und so
der allzu oft vorherrschenden Leere entgegenzuwirken.
Dabei soll aber die Grundanlage des Marktplatzes im angedeuteten Straßenraum
bestehen bleiben, ist dies doch die typische Marktsituation
mittelalterlicher Städte.
Am anderen Ende des Marktplatzes, am Übergang über die Reinheimer Straße,
haben die Planer lange über den Würfelbau direkt gegenüber nachgedacht. Die
Sanierung des Gebäudes ist dringend geboten, die Wohnungswirtschaft schon
mit der Planung beschäftigt. Verschwinden soll das Hochbeet, zugunsten von
Bäumen. Weitere Gehölze sollen entlang der Reinheimer Straße bis zur
Eisenbahnstraße gepflanzt werden, die Grünflächen auf der Nordseite als
Vorgärten abgegrenzt und damit aufgewertet werden. Beim Umbau des Alten
Rathauses wird es möglich, durch Verkleinerung des Toilettentraktes, die
Terrasse – liebevoll auch „Klodeckel“ genannt – verschwinden zu lassen.
Somit erhält der „Glaskubus“, der der Eingang zum neuen Tourismusbüro wird,
eine klare Einbindung ins Gesamtensemble zwischen Fürstengalerie, Altem
Rathaus und auch dem Goßmann-Denkmal.
Alles in allem, eine überzeugende Präsentation, die sensibel mit dem
Bestehenden umgeht, für Neues Raum schafft und eine Klammer zwischen
gewachsenen Raumstrukturen und Ansprüche an eine moderne Gestaltung gibt.
Der Ausschuss befürwortete die Pläne, zu denen es mehrere
Alternativ-Varianten gegeben hatte, mit großer Mehrheit.
Wir LINKE freuen uns, dass die durch uns initiierten Überlegungen so gute
Früchte getragen haben.

Stephan Wende