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Matinee zum 65. Jahrestag der Befreiung

Am gestrigen Sonntag hatte der Kreisvorstand der LINKEN Oder-Spree zu einer Matinee in das Kino Union in Fürstenwalde eingeladen. Anlass war der 8. Mai - der 65. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus. Zahlreiche Genoss_innen aus dem ganzen Kreis und einige interessierte Bürger waren dr Einladung gefolgt.

Der Kreisvorsitzende Peer Jürgens erinnerte in seiner Begrüßung an die Bedeutung des Tages damals und heute. Er hob hervor, dass ohne einen solchen Tag und ohne die vielen Opfer, welche die Befreiung forderte, ein Deutschland wie heute nicht denkbar wäre.

Danach wurde der DEFA-Film "Ich war 19" gezeigt, der zur Zeit der Befreiung im Frühling 1945 in Deutschland spielt. Der sehr emotionale und mitreißende Film von Konrad Wolf blieb nicht ohne Reaktionen und Eindrücke im Publikum - und auch die technisch bedingten Ausfälle wurde in Kauf genommen.

Anschließend diskutierten Thomas Nord, Mitglied des Bundestages und Peter Hochmuth, Mitglied im Lagerkomitee des KZ Buchenwald-Dora, gemeinsam mit Peer Jürgens und den Gästen über die Bedeutung des Tages heute. Thomas Nord hob dabei hervor, dass auch für ihn und DIE LINKE heute der Schwur von Buchenwald (Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!) immernoch gelte. Leider wurde ein Antrag der LINKEN im Bundestag, den 8. Mai zum Gedenktag zu erheben, nicht beschlossen. Peter Hochmuth berichtete sehr anschaulich über die Zeit des 2. Weltkrieges und seine Erlebnisse. Er sprach über die Arbeit des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes und zeigte sich sehr freudig darüber, dass viele junge Menschen heute sich an Protesten gegen Nazis beteiligen und sich für seine Erfahrungen interesieren.