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Quelle: pixelio.de

Linke Idee: Eine Schule für alle Schöneicher Kinder

Die Schöneicher Kinder sollen länger in ihrem Heimatort zur Schule gehen können. Darüber sind sich nahezu alle Parteien einig. Die Frage ist: Wie wird das erreicht?

Mitte der 1990er Jahre wurde die Schöneicher Gesamtschule, in deren Gebäude heute die Grundschule II ("Bürgelschule") untergebracht ist, geschlossen. Der Grund: Zu wenige Kinder wollten die Schule noch besuchen. Seitdem gehen die meisten Schülerinnen und Schüler aus Schöneiche ab der 7.Klasse in Rüdersdorf und Erkner auf das Gymnasium oder die Oberschule.

Dass es schöner wäre, wenn die vielen Schöneicher Kinder länger in ihrem Heimatort lernen könnten, ist parteiübergreifender Konsens. Ebenso die Einsicht, dass unsere "Waldgarten- Kultur- und Sportgemeinde" von einem weiterführenden Bildungsangebot stark profitieren würde.

Darüber, wie diese Ziele erreicht werden können, wird jedoch heftig diskutiert. Der Landkreis Oder-Spree als Träger der öffentlichen weiterführenden Schulen lehnt es ab, in Schöneiche ein Gymnasium oder eine Oberschule einzurichten. Er argumentiert mit der guten Verkehrsanbidung an Erkner und Rüdersdorf (Landkreis Märkisch-Oderland) und verweist auf die Investitionen, die an den dortigen Schulen in den letzten Jahren getätigt worden sind.

Deshalb wurde mehrfach versucht, einen privaten Träger für die Eröffnung einer weiterführenden Schule zu finden. Alle diese Versuche - zuletzt zur Errichtung eines privaten Gymnasiums in Trägerschaft der evangelischen Kirche - sind gescheitert.

DIE LINKE lehnt eine Privatschullösung strikt ab. Für uns und unseren Bürgermeisterkandidaten Dr. Erich Lorenzen kann nur eine staatliche Schule eine Schule für alle Schöneicher Kinder sein. Denn die Bildung unserer Kinder darf nicht vom sozialen, finanziellen oder konfessionellen Hintergrund ihrer Familien abhängen! Den Privatschulversuchen stellen wir die Idee einer staatlichen Gemeinschaftsschule entgegen, an der alle Schöneicher Kinder von der 1.Klasse bis zum Abitur gemeinsam lernen können.

Freilich ist ein solches Vorhaben von der Landespolitik abhängig. Hier sperrt sich die SPD in der Brandenburger Regierungskoalition bisher gegen die Pläne der LINKEN zum längeren gemeinsamen Lernen, das die rot-rote Landesregierung in Berlin in der vergangenen Wahlperiode sehr erfolgreich eingeführt hat. Es gibt in der Bundeshauptstadt inzwischen 16 Modell-Gemeinschaftsschulen mit sehr großer Nachfrage.

Um ein solches Projekt in Schöneiche - z.B. aufbauend auf eine der beiden Grundschulen - zu ermöglichen, müssen alle Parteien an einem Strang ziehen und beim Landesbildungsministerium die Erlaubnis für eine Modell-Gemeinschaftsschule einfordern. Es ist die wohl letzte Option für ein weiterführendes Bildungsangebot in unserem Ort.

Bisher haben SPD und CDU in der Gemeindevertretung zwar Zustimmung zur Idee des längeren gemeinsamen Lernens formuliert. Einen Antrag der LINKEN für eine Schöneicher Modell-Gemeinschaftsschule haben sie jedoch abgelehnt. Vielleicht gibt es nach der Bürgermeisterwahl die Chance zu einer neuen Initiative für eine Schule, die alle Schöneicher Kinder besuchen können...

Mehr Informationen zur Bildungspolitik der LINKEN in Schöneiche bei Berlin finden Sie hier. Mehr Ideen zur Bildungs-, Sozial- und Kulturpolitik finden Sie in unserem Wahlprogramm zur Bürgermeisterwahl. Lesen Sie zur Schuldiskussion auch die älteren Beiträge in den Menüpunkten AKTUELLES und GEMEINDEVERTRETUNG.