Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl mahnen: Rascher Ausstieg aus der Atomenergie ist dringend geboten
Am 6. August und am kommenden Montag (9.8.) jährt sich zum 65. Mal der Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki.1986 gab es in Tschernobyl eine der schwersten Nuklearkatastrophen der Geschichte. Für uns kann das nur heißen: Statt über weitere Laufzeiten von Atomkraftwerken zu spekulieren, ist eine Beschleunigung des Ausstiegs aus der Atomenergie dringend notwendig. Regenerative Energien sind sicher, erwärmen keine Flüsse und sparen Ressourcen ein – sie sind die Energie der Zukunft.
Die Landtagsabgeordnete Helga Böhnisch ruft in diesem Kontext zur Unterstützung der „Insel der Hoffnung“ in Witebsk auf:Die Zahlen sind nüchtern: Etwa 50.000 Invaliden leben in Belarus. 3.000 von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Und unter diesen haben nicht wenige ihre Heimat in heute noch radioaktiv belasteten Gebieten. Immer handelt es sich um ganz einmalige Schicksale. Meist sind es hoffnungsvolle junge Leute, gewillt, ihrem Leben eine Chance, eine Zukunft zu geben. Die Eltern, die Familie stehen ihnen zur Seite, oft genug unter höchster eigener Belastung. Ärzte kämpfen bei z. T. komplizierten und risikoreichen Operationen vielfach um das Überleben. Weitere Härten kommen für sie und die mit ihnen Betroffenen hinzu, soziale Bedürftigkeit fast immer. „In unserer kleinen Stadt ist es für einen Invaliden, dem ein Arm fehlt, unmöglich, eine Arbeit zu finden. Ich habe die große Bitte an Sie, mir zu helfen, wenn es irgend geht, eine in Deutschland gefertigte Arbeitsprothese zu bekommen. So jung, wie ich noch bin, brauche ich die Prothese, da meine Mutter nicht zeit ihres Lebens vor allem für meinen Unterhalt aufkommen kann…“ Dieser Hilferuf von Valentina Moissejewa, einer jungen Frau aus der Tschernobylregion, an SODI erreichte uns mehrfach und ist nur einer von sehr vielen. Stets wird letztlich Geld gebraucht-für Rollstühle, Prothesen, teure Medikamente, Genesungsaufenthalte mit zusätzlicher Betreuung durch ein Familienmitglied usw. Der Solidaritätsdienst International e.V. (SODI) engagiert sich seit vielen Jahren vorwiegend in Gebieten, die unter der Reaktorkatastrophe gelitten haben. Im Fall der von Invalidität betroffenen Kinder und Jugendlichen stoßen wir dabei zunehmend an die Grenzen des von unseren Spendern Machbaren. Hier handelt es sich um ein nur in einem großen solidarischen Gemeinschaftswerk auf lange Sicht zu meisterndes Problem. Deshalb unser Aufruf an Sie:
Lasst uns mit noch mehr Wirkung alle Kräfte bündeln, damit diese jungen Menschen mit Hoffnung in ihre Zukunft blicken können!
Unsere Partner in Witebsk und aus der Tschernobylzone suchen Partner in Deutschland, Verbündete, die sich ihrer Probleme annehmen! Vor Ort in Belarus sind engagierte Partner tätig. Einer von ihnen ist der Club „Insel der Hoffnung“ in der Frankfurter Partnerstadt Witebsk. „Insel der Hoffnung“ steht vor allem als Symbol für schon erreichte und mit Anstrengung noch weiter erreichbare nachhaltige soziale Rehabilitation für Kinder mit eingeschränkten Möglichkeiten. Unterstützen Sie mit einer Patenschaft, mit einer Spende oder einer Kooperationsvereinbarung die Arbeit der „Insel der Hoffnung“!
Rolf Losansky, Kinderfilmregisseur
Helga Böhnisch, Abgeordnete des Landtages Brandenburg
Dr. Peter Fritsche, Chirurg
SODI-Gruppen entlang der Oder
Spendenkonto 10 20 100
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00
Kennwort: Insel der Hoffnung
