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Die neuen Vorsitzenden der Partei DIE LINKE: Katja Kipping (links) und Bernd Riexinger. Quelle: dradio.de

Hier liegt die Zukunft!

Auf ihrem Parteitag in Göttingen am 2. und 3. Juni 2012 hat DIE LINKE all jene schwer enttäuscht, die auf ihren Untergang gehofft hatten. Die von einigen Medien prophezeite Spaltung der Partei blieb aus.

Stattdessen bewiesen die rund 550 Delegierten, dass sie keineswegs bereit sind, das wichtige Projekt einer gesamtdeutschen linken Partei in seiner ersten ernsthaften Krise aufzugeben. Reden und Wahlergebnisse straften außerdem die Theorie der absoluten inneren Zerissenheit in westdeutsche "Radikale" und ostdeutsche "Realos" Lügen.

Um eine Krise zu überwinden, müssen zunächste ihre Ursachen offen und ehrlich analysiert werden. Das geschah auf dem Göttinger Parteitag. Mal nüchtern, mal emotionaler wie in der Rede von Gregor Gysi, dem Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag.

Schließlich gelang es - demokratisch und ohne vorherige Kungelrunden - einen neuen Parteivorstand zu wählen, in dem alle Strömungen vertreten sind. Mit Katja Kipping und Bernd Riexinger wurden zwei Parteivorsitzende bestimmt, die die notwendige Integration leisten und gleichzeitig wichtige Impulse für eine Ernerung der LINKEN als Partei des 21. Jahrunderts geben können.

Erste Schritte sind bereits getan: Zum Kennenlernen trafen sich Kipping und Riexinger zum gemeinsamen Kochen, wie sie in einem ersten Interview berichten. Inzwischen ist ein Blog zur Diskussion und stärkeren Beteiligung der Parteimitglieder mit ihren Wünschen und Ideen online gestellt worden. Wie sie die Probleme in der Linkspartei angehen will, schildert Katja Kipping außerdem in einem Videointerview.

Zu stellvertretenden Parteivorsitzenden wurden Sahra Wagenknecht, Caren Lay, Jan van Aken und Axel Troost gewählt. Neuer Bundesgeschäftsführer ist Matthias Höhn, Bundesschatzmeister bleibt Raju Sharma. Alle Wahlergebnisse zum Parteivorstand der LINKEN finden Sie hier.

"Veränderung funktioniert aber nicht nur von oben...", konstatiert Fritz R. Viertel, Mitglied des Ortsvorstandes der Schöneicher LINKEN, "Deshalb sind wir optimistisch und wir packen es selbst mit an!"