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Heinrich Jüttner lehnt Unterstützung der LINKEN ab

Sechs Kandidatinnen und Kanidaten standen am 22.April 2012 in Schöneiche bei Berlin zur Wahl. Weil keiner im ersten Anlauf eine absolute Mehrheit der Stimmen erreichen konnte, kommt es am 13.Mai zur Stichwahl.

Nur knapp 100 Stimmen Rückstand hatte der LINKEN-Bürgermeisterkandidat und Vorsitzende der Schöneicher Gemeindevertretung, Dr. Erich Lorenzen, mit seinen 20,79 Prozent hinter dem Amtsinhaber Heinrich Jüttner (parteilos), der 22,31 Prozent der Stimmen erhielt. Alle Wahlergebnisse finden Sie hier.

Dieser tritt nun in der Stichwahl gegen den Herausforderer aus Rahnsdorf, Oliver Scholz (CDU, Einzelkandidat), an. Scholz erhielt im ersten Wahlgang 38,67 Prozent der Stimmen.

Gemeinsam mit der SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollte DIE LINKE in der Stichwahl eigentlich den Amtsinhaber unterstützen. "Auch wenn es manchmal Differenzen gab, steht Heinrich Jüttner uns inhaltlich doch näher als Oliver Scholz", erklärt Ortsvorsitzende Beate Simmerl. Sie verweist darauf, dass Scholz noch bis Herbst 2011 Mitglied der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gewesen ist und schon im Wahlkampf einen strikten Sparkurs und einseitige Prioritäten bei der Verkehrsinfratruktur verkündet hat.

Doch in einem offenen Brief (siehe unten als PDF-Datei) lehnte Jüttner schon am 23.April eine Unterstützung durch DIE LINKE vehement ab. Schimpfend unterstellt er den Mitgliedern des Ortsvorstandes und der Linksfraktion in der Gemeindevertretung undemokratisches Verhalten und wirft ihnen vor, ihn 16 Jahre abgelehnt, diffamiert und bekämpft zu haben.

Auf die Anschuldigungen reagierte Beate Simmerl am 25.April mit einem Schreiben an den noch-Bürgermeister (siehe unten als PDF-Datei). Sie fasst zusammen: "Wir müssen uns von Herrn Jüttner nicht beschimpfen lassen! Zahlreiche Schöneicherinnen und Schöneicher haben uns bei dieser und bei anderen Wahlen ihre Unterstützung und ihr Vertrauen ausgesprochen. In ihrem Interesse engagieren wir uns und nur ihnen sind wir rechenschaftspflichtig."

Heinrich Jüttner legt DIE LINKE nahe, noch einmal gründlich nachzudenken, ob er wirklich und mit aller Kraft weitere 8 Jahre als Bürgermeister in Schöneiche bei Berlin arbeiten will.



Kommentar von Thomas Fischer

Nun ja. Phrasen, nichts als Phrasen. Wie stehen Sie, Frau Simmerl eigentlich zu den dauernden Anfeindungen Ihres Kollegen, Herrn Dr. (!) Artur Pech gegen den Bürgermeister? Wie war das die ganze Zeit, als über die Neubesetzung des Hauptausschusses gestritten wurde? Frau Simmerl, Sie wollten doch endlich zur Sacharbeit dort zurückkehren, due dauernde Streiterei mit jedem Dr. Z. wollten Sie nicht länger ertragen. Aber immer, und immer wieder haben Sie und Ihre unsägliche Kollegin einen Neuaufbruch im und für den Hauptausschuß verhindert. Kein Wunder, daß der BM Jüttner nicht mehr auf Sie setzt! Vergießen Sie doch bitte keine Krokodilstränen, Sie machen sich doch vollständig unglaubwürdig!

Wie war das noch mit der Neujahrsansprache des Dr. Lorenzen? Hoffentlich möge es keine dauernden Anfeindungen aus dem BM-Wahlkampf geben. Auch dies war eine richtige und ehrenwerte Erkenntnis. Nur scheint diese bei Ihnen nicht angekommen zu sein. Sehr bedauerlich! Ihren Auftritt bei unserem Stammtisch, bei dem es um genau diese Frage, nämlich einer weiteren Unterstützung des Bürgermeisters ging, diesen Auftritt brauche ich da nicht mehr weiter zu kommentieren. Schade drum, Sie verabschieden sich gerade aus einer zukünftigen, fortschrittlichen Gestaltung unseres Gemeinwesens, aber auch das kennt man ja von Ihnen!

Beste Grüße

Thomas Fischer (Bü90/Die Grünen)



Kommentar von Karoline M.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Vollständigkeit halber und weil damit deutlich wird, dass Herr Jüttner nicht DIE LINKE generell ablehnt, sollten Sie auch seine Erwiderung auf Frau Simmerls Schreiben veröffentlichen.

"Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge." (Sprichwort)

Und dann sollten Sie alle sich ernsthaft mit den Vorwürfen auseinandersetzen und für mehr Fairneß im Umgang miteinander sorgen! Wollen Sie tatsächlich riskieren und (mit)verantworten, dass das "BBS", angetrieben von Wut und Hass, grössere Einflussmöglichkeiten in Schöneiche bekommt?

Hoffnungsvolle Grüsse



Kommentar von Fritz R. Viertel (Mitglied des Ortsvorstandes DIE LINKE Schöneiche bei Berlin)

Sehr geehrte Frau Karoline M.,

in dem von Ihnen angesprochenen Antwortschreiben an unsere Ortsvorsitzende Beate Simmerl nimmt Herr Jüttner praktisch eine Einteilung von "Guten" und "Bösen" in der Schöneicher LINKEN mit namentlicher Aufzählung vor. Desweiteren schildert er aus seiner Sicht einige interne Vorgänge bzw. Vorgehensweisen in unserem Ortsverband, an denen er selbst nicht teilgenommen hat und die nicht der Wahrheit entsprechen.

Das hat mit sachlicher Kritik wenig zu tun. Wenn Herr Jüttner eine solche beabsichtigt, kann er sie uns auch in einem persönlichen Gespräch außerhalb der Öffentlichkeit und des Kontextes der Bürgermeisterwahl mitteilen. In diesem Fall bin ich der letzte, der sich einer beidseitig konstruktiven und fairen Diskussion verweigert.

In dieser Form jedoch haben wir uns entschlossen, von einer Veröffentlichung seiner Vorwürfe auf unseren Internetseiten abzusehen.

Wie oben zu lesen ist, wollte der Ortsverband DIE LINKE Schöneiche bei Berlin Heinrich Jüttner offiziell als Stichwahlkandidaten unterstützen. Das hat er klar und deutlich abgelehnt. Ich vermute, dass trotzdem viele unserer Mitglieder am 13.Mai ihre Stimme für Herrn Jüttner abgeben werden.


Mit freundlichen Grüßen

Fritz R. Viertel



Kommentar von Andreas Ritter

Lieber Herr Fischer,

ich muss Ihnen leider widersprechen . Die Zusammenarbeit mit den Kollegen von der Linken ist sehr konstruktiv. Mit denen kann man wenigstens vernünftig in der Sache reden.

Ersteinmal gibt es bei diesen Kollegen keine grundsätzliche ideologische Verachtung gegenüber anderen Menschen, welche eine andere politische Auffassung haben. Bei Ihnen habe ich immer das Gefühl, Sie verachten und bekämpfen alles, was nur den Anschein von "Links" hat.

Durch Ihr Verhalten kommt keinerlei konstruktive Zusammenarbeit zu stande. Das ist weder demokratisch noch geht man so mit Menschen um.

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