Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss endlich Realität werden

Frauen und Mädchen haben ihre Bildungschancen in den letzten Jahren immer mehr erkannt und auch gut genutzt. Beispielsweise sind ca. 55 Prozent Schülerinnen auf den brandenburgischen Gymnasien. Der Anteil der jungen Frauen, die Abitur machen, ist von 34 Prozent (1994/95) auf 44 Prozent (2005/2006) gewachsen. Der Anteil der weiblichen Studierenden an Brandenburger Hochschulen ist knapp unter 50 Prozent. Diese Entwicklung müsste sich somit in der Verteilung der Arbeitsplätze, bei der Bezahlung und in der Karriere widerspiegeln. Die Fakten sprechen aber eine andere Sprache:

 

* In ganz Deutschland verdienen Frauen ca. 23 Prozent weniger als Männer. (Die durchschnittliche Differenz in der EU beträgt nur etwa 17 Prozent) Damit gehört Deutschland nach EU-Angaben zu den Staaten mit den höchsten Lohn- und Einkommensungleichheiten. Vermeintlich schon erledigt, aber nicht verwirklicht, fordert DIE LINKE, endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit!

 

* Die Erwerbsbeteiligungsquote in Brandenburg ist vergleichsweise hoch.

Doch auffällig ist, dass gut qualifizierte junge Frauen keine entsprechenden Arbeitsplatzangebote finden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass über 33 Prozent der jungen Frauen in Ausbildung bzw. Studium über ein Weggehen nachdenken und sogar 36 Prozent einen Wegzug in den nächsten zwei Jahren planen.

 

* Je höher auf der Karriereleiter, desto geringer ist der Frauenanteil. Von 9 brandenburgischen Ministerien sind 3 mit einer Frau an der Spitze besetzt, Staatssekretärinnen gibt es gar keine in Brandenburg, als Oberbürgermeisterin arbeitet genau eine ( Brandenburg / Havel). Von den hauptamtlichen Bürgermeistern sind nur ca. 5 Prozent weiblich, bei den Abteilungsleiterinnen in der Landesverwaltung sind ganze 10 Prozent weiblich. Ausnahme: von den 88 Landtagsabgeordneten sind immerhin 40 Frauen.

Noch seltener findet man Managerinnen großer Unternehmen oder weibliche Aufsichtsratsmitglieder.

 

DIE LINKE fordert daher ein Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft und deren stärkere Beteiligungen an der Gestaltung der Vereinbarkeit von Familien-/Kinderbetreuung und Beruf.

Der Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen ist auch 90 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts nicht beendet. Im Sinne von Clara Zetkin und anderen mutigen Frauen wird sich DIE LINKE weiterhin für Frauenrechte einsetzen. Wir wünschen allen Frauen alles erdenklich Gute zum Internationalen Frauentag.