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Martin Gollmer

Fürstenwalder Initiative für gesundes Schulessen an den Schulen für alle gestartet!

Aus einer im Januar 2009 durchgeführten Befragung zum Mittagessen an den Grundschulen in Trägerschaft der Stadt, schließt unsere Fraktion auf ein weitgehendes
Interesse an einer geregelten, hochwertigen Mittagsverpflegung für die Kinder.


Ziel unserer Initiative ist es eine neue Mittagskultur an den Schulen zu begründen. Wir möchten, dass gesunde Ernährung, zu der auch ein regelmäßiges Mittagessen gehört, wieder Normalität an unseren Schulen wird! Wir möchten, dass Kommune und
Schulen gemeinsam den entscheidenden Beitrag zur Kompetenzerziehung Gesunde Ernährung leisten.


Die Befragung ergab, dass der Preis insbesondere von den nicht am Essen teilnehmenden Familien als zu hoch angegeben wurde. Auch der Anteil von Kindern
aus einkommensschwachen Familien, die nicht am Essen teilnehmen ist beachtlich. Andererseits wird ein gewisses Preisniveau bei der Essensbereitstellung in
allen Einkommensgruppen anerkannt.


Wir möchten, dass alle Kinder an einer Schulspeisung teilnehmen können, wissen wir doch, dass mit leerem Magen es sich schwerlich lernt. Hier schlagen wir eine
Förderung durch die Stadt Fürstenwalde vor. Gut angelegte Fürstenwalder Steuermittel, meinen wir!


Es wurde auch deutlich, dass der Ablauf der Essensversorgung mit organisatorischen Mängeln behaftet ist. Letzteres wird nicht zuletzt darauf zurückgeführt, dass gewisse Interessenlagen zwischen Schule und Essenlieferer nicht übereinstimmen. Die Stadt alsSchulträger ist hier nur mittelbar in der Pflicht, doch moralisch in der Verantwortung. Diese müssen wir nutzen, um ins Gespräch mit den Schulen zu kommen.
Letztlich zwingt diese zum Umdenken, wenn es uns gelingt die Zahl der Essenden deutlich zu erhöhen.


Unsere Fraktion entschloss sich aus diesen Erkenntnissen zu zwei Anträgen an die Stadtverordnetenversammlung.
Zum einen soll eine Konzeption erarbeitet werden, in der die strukturellen und konzeptionelle Defizite analysiert und ein Maßnahmenkatalog zur Lösung erarbeitet
werden.
Der zweite Antrag hat eine von der Stadt geförderte Schülerspeisung zum Inhalt.

Sofern es der politische Wille der Mehrzahl der Stadtverordneten wird auf diesem
Wege neue Schritte zu gehen, wird es Mittel geben, wie sie beschritten werden können.