Fragen des Stadtverordneten Dr. Lothar Kober zur Sitzung des Sozialausschuss am 6.6.2016 zum Gerhart-Hauptmann- und Heimatmuseum sowie zum Sportzentrum Erkner
1. Attraktivität des Gerhart-Hauptmann-Museums und des Heimatmuseums in der Öffentlichkeit, Einnahmen der Stadt aus dem Betrieb der Museen
Vorbemerkung: Von Juni bis August 2015, an und für sich der Hauptsaison, zählte laut Märkischer Oderzeitung das Gerhart-Hauptmann-Museum (GHM) 591 Besucherinnen und Besucher, das sind 12 pro Öffnungstag, das Heimatmuseum 191 Besucherinnen und Besucher, das sind 5 pro Öffnungstag. Ein ernüchterndes Ergebnis angesichts der erheblichen Werbung für den Besuch dieser Museen.
- Wie haben sich die Besuchszahlen seitdem in den beiden Museen bis einschließlich April Monat für Monat entwickelt?
- Wie viele Besucherinnen und Besucher nahmen an den monatlich stattfindenden sonntäglichen Führungen im Gerhart-Hauptmann-Museum teil?
- Welche Einnahmen wurden monatlich aus dem Eintrittskartenverkauf beider Museen erzielt?
- Wie, nach welchen Modalitäten erfolgt die Abrechnung der Einnahmen der beiden Museen aus dem Eintrittskartenverkauf gegenüber der Stadtverwaltung?
- Worin werden die Ursachen für das bescheidene Interesse der Öffentlichkeit am Besuch der Ausstellungen des Heimatmuseums und GHM gesehen?
- Welche Folgen würde die Einschränkung der Öffnungstage des Gerhart-Hauptmann-Museums auf Donnerstag bis Sonntag hervorrufen?
- Was hat nach Meinung der Stadtverwaltung die aufwändig betriebene Werbung für Erkner als Gerhart-Hauptmann-Stadt bisher bewirkt (von der offensichtlich das unmittelbar daneben liegende Bechsteins keinen Nutzen ziehen konnte)?
2. Zukunftsfähigkeit und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Sportzentrums Erkner
- Was kostet die Stunde Flutlicht der neuen Flutlichtanlage; welche Regeln gelten für die Benutzung dieser Anlage; wer entscheidet, ab wann am Abend die neue Flutlichtanlage angeschaltet werden darf?
- Welche verbesserte Auslastung und Einnahmen hat die Werbung des Eigenbetriebes und der betriebsführenden Wohnungsgesellschaft Erkner für die Nutzung der Kegel- und der Tennisanlage durch Dritte außerhalb der von den Vereinen und Schulen beanspruchten Nutzungszeiten aktuell gebracht?
- Nach welchen Regeln und durch wen werden die „freien Zeiten“ auf der Kegel- und Tennisanlage vergeben?
- Sind weitere bauliche Veränderungen am Sportplatzgebäude vorgesehen, beispielsweise um die hohen Kosten der Zwangsbelüftung der Sanitärräume infolge nicht zu öffnender Fenster zu senken oder die Größe des für die Stadt hoch defizitären Restaurants (429 qm, 1 Euro pro qm Pacht monatlich) zu verringern?
- Warum wird von Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern der Stadtverwaltung immer wieder auf fehlende Toiletten an der Badestelle (Strandbad) hingewiesen, wo sich doch Toiletten des Sportplatzgebäudes und des „Hauses am See“ in einer Entfernung von 50 und 100 Metern befinden (am Strandbad Müggelsee sind weitaus größere Entfernungen zurückzulegen und keiner verlangt Toiletten alle 100 Meter)?
- Was gedenkt die Stadtverwaltung zu unternehmen, um das problemlose Betreten des für die Öffentlichkeit gesperrten Steges an der Badestelle zu unterbinden und so die von der Verwaltung und von Stadtverordneten viel beschworene ungeheure Unfallgefahr zu beseitigen?
