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CCS schadet Natur und Menschen in der Region

DIE LINKE Oder-Spree wendet sich entschieden dagegen, dass auf Kosten von

Menschen mit der Speicherung von CO2 der Kohle-Verstromung ein "grünes

Mäntelchen" verpasst werden soll. Wir lehnen die CCS-Technologie

grundsätzlich ab. CCS wird von der fossilen Kraftwerksbranche dazu

missbraucht werden, so weiter zu machen, wie bislang. Notwendig ist vielmehr

die vollständige Umstellung der Energieerzeugung auf regenerative Quellen,

verbunden mit der drastischen Verbesserung der Effizienz des

Energieeinsatzes.

Gegen CCS und die CO2-Verpressung sprechen aus unserer Sicht vor allem:

 

- Die Langzeitsicherheit der Lagerung ist wissenschaftlich noch völlig

ungeklärt. So ist gelöstes CO2 extrem aggressiv. Versuche in Texas führten

zur Auflösung von Teilen der Deckschicht.

 

- Der Wirkungsgrad der Kohle-Verstromung fällt um bis zu 15 Prozentpunkte.

Daraus folgt ein Drittel bis 50 Prozent mehr Kohleeinsatz mit all den Folgen

für Wasserhaushalt, Feinstaubbelastung und Landschaft.

 

- Die Verdrängung von Geothermie und Druckluftspeichern sind möglich. Damit

wird der Ausbau der Erneuerbaren direkt behindert.

 

- Es ist inakzeptabel, dass sich die Stromkonzerne bereits nach 30 Jahren

aus der Haftung stehlen können und für die Nutzung des unterirdischen Raumes

keinen Cent zahlen sollen.

Bereits mit dem Engagement für die Volksinitiative „Keine neuen Tagebaue"

machte der Kreisverband der LINKEN Oder-Spree deutlich, dass wir in der

Fortführung der Braunkohle-Verstromung keine zukunftsfähige Technologie

sehen. Wir werden uns intensiv in die Proteste einbringen. Außerdem fordern

wir alle verantwortungsbewussten Bürger auf, sich der Initiative

anzuschließen.