Broschüre "Bürgerbeteiligung in kommunalen Zusammenhängen"
Auf keiner anderen staatlichen Ebene sind die Folgen von Entscheidungen so unmittelbar für die Bürger spürbar und auf keiner anderen Ebene sind aber auch die Wirkungsmöglichkeiten für den Bürger so groß, wie bei der Gestaltung des direkten Lebensumfeldes in der Kommune. Dabei kann die lokale Entscheidungsfindung sehr komplexe Strukturen annehmen, so dass die Begründung für eine Entscheidung immer diversifizierter wird. Damit steigen auch die Sensibilität der Bürger und deren Erwartung an Qualität und Beteiligung von Entscheidungen. Der Bedarf an Einbindung von lokalem Wissen, sowie Zustimmung und Mitwirkung, treiben die Bürgerbeteiligung voran, denn sie wird als Chance gesehen, die parlamentarische Demokratie zu beleben und zu ergänzen. Auch aus normativen Prinzipien der Volkssouveränität und Responsivität der Regierenden gegenüber den Regierten ergibt sich der Anspruch, einem breiteren Teil der Bürgerschaft, durch eine Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten, die Chance zu geben, ihren politischen Forderungen mehr Gehör zu verschaffen, größeren Einfluss auf politische Entscheidungen zu gewinnen und politische Handlungskompetenzen zu erwerben.
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