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Beschlussantrag: Wiederaufbau der vom Kirchvorplatz entfernten Sonnenuhr in der Innenstadt von Erkner (Neufassung vom 24. November 2015)

 

finanzielle Auswirkungen: Ja, für die WGE
im Haushalt vorgesehen: nein
Kosten: keine für die  Stadt

Beschlussempfehlung:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung spricht sich für den Wiederaufbau der Sonnenuhr an einem innerstädtischen Standort aus.

  2. Der Bürgermeister wird ersucht,
  • den Verein Tiere für Euch dafür zu gewinnen, die dem Verein geschenkte Sonnenuhr an die Wohnungsgesellschaft Erkner zurückzugeben,
  • der Wohnungsgesellschaft Erkner aufzugeben, die Sonnenuhr auf ihrem Grund und Boden auf der Südseite vor dem Hauseingängen Am Walde 15/16 wieder aufzubauen, sofern kurzfristig nicht ein geeigneterer Standort in der Innenstadt zu finden ist.


Rechtsgrundlage:

Kommunalverfassung Bbg, § 2 Abs.2 sowie §§ 96 und 97


Begründung:

Die Sonnenuhr wurde Ende 2013 am Kirchvorplatz im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Marktes abgebaut und im Steinmetzbetrieb Reigber zwischengelagert. Stadt und Wohnungsgesellschaft (WGE) wollten umgehend einen neuen Standort für den Wiederaufbau finden. Die Standortfindung blieb erfolglos. Im Spätherbst 2014 gelangte die Sonnenuhr auf den Kinderbauernhof, der vom Verein Tiere für Euch betrieben wird. Die Teile liegen seither dort ungesichert neben der Scheune.

Dem Verein Tiere für Euch gelang es nicht, die Sonnenuhr auf dem Kinderbauernhof (der auf einem gepachteten Grundstück betrieben wird, das seit diesem Jahr einem neuem Eigentümer gehört) aufzubauen. Damit sind keine vollendeten Tatsachen geschaffen und es ergibt sich die Chance, die Sonnenuhr wieder an einem innerstädtischen Standort zu präsentieren.

Dazu soll sich die Stadtverordnetenversammlung bekennen wie in Nummer 1 der Beschlussempfehlung vorgeschlagen.

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses informierte der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Pilz, in dankenswerter Weise, dass die Geschäftsführerin der WGE die Sonnenuhr dem Verein Tiere für Euch geschenkt habe. Der Neuwert der Sonnenuhr betrage nicht wie in der Begründung der Erstfassung des Antrags vermerkt 16.000 Euro, sondern nur 6.000 Euro. Ein Wiederaufbau würde laut eingeholtem Angebot hingegen rund 9.000 Euro kosten.

Ob der Verein tatsächlich beschenkt wurde, oder die WGE nicht doch nur die Bestandteile der Sonnenuhr zwischenlagern wollte, weil die Steinmetzfirma aus Altersgründen zum Verkauf stand, kann hier dahingestellt bleiben.

Wie in der Beschlussempfehlung unter Nummer 2 ausgeführt, besteht die erste Voraussetzung für den Wiederaufbau in der Innenstadt darin, dass der beschenkte Verein auf das Eigentum an der Sonnenuhr verzichtet und diese an die WGE zurückgibt. Hierfür, und dafür, dass die Geschäftsführerin der WGE, Frau Brandig, die erforderlichen Mittel für deren Wiederaufbau 2016 bereithält, soll sich Bürgermeister Kirsch einsetzen. Der Wiederaufbau einschließlich Erneuerung der Beschriftung dürfte für nach Auffassung der Fraktion für bedeutend weniger als 9.000 Euro zu bewerkstelligen sein.

Die Sonnenuhr auf dem Kirchvorplatz war eine Attraktion für Einheimische und Erkner Besuchende. Sie kann und soll es wieder werden, wenn auch bei dem bisher vorgeschlagenen Standort in Neubuchhorst mit gewissen Abstrichen in der öffentlichen Wahrnehmung. Für das Wohngebiet Neubuchhorst, häufig „liebevoll“ als Ghetto bezeichnet, wäre es der Beginn einer Aufwertung auch in kultureller Hinsicht.



Dr. Elvira Strauß
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE