Beschluss der Kreisdelegiertenkonferenz: Keine Bilderstürmerei in Oder-Spree
Seit Monaten gibt es in Brandenburg die bedenkliche Entwicklung, dass unter dem Motto der „DDR-Vergangenheits-Bewältigung“ viele unsinnige Forderungen und Vorschläge gemacht werden. Dazu zählt nicht nur der Versuch, Straßennamen von Antifaschisten und Widerstands-Kämpfern gegen das Nazi-Regime von der Karte zu tilgen, sondern auch das unsägliche Unterfangen der CDU-Fraktionsvorsitzenden im Landtag Brandenburg, sämtliche Denkmäler, Tafeln oder Namen von Schulen und Kitas ideologisch zu „säubern“. Auch in Oder-Spree gibt es Vorschläge, Denkmäler oder Gedenktafeln für die Opfer von Faschismus zu beseitigen.
Daher macht DIE LINKE Oder-Spree deutlich:
wir wenden uns gegen jede Bestrebung, die Taten von Antifaschisten und Widerstands-Kämpfern zu negieren
wir setzen uns gerade heute vor dem Hintergrund des Rechts-Terrorismus in Deutschland für eine dauerhafte Ehrung der Opfer des Nazi-Regimes ein
wir wenden uns gegen jeden Versuch, Denkmäler, Gedenksteine oder Gedenktafeln für Opfer von oder Kämpfer gegen den Faschismus zu entfernen
wir werden die Mahnung an diese Zeit und die unmenschlichen Verbrechen der Faschisten immer wach halten
wir unterstützen Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Bestreben Schülerinnen und Schüler die Nazi-Verfolgung von 1933 bis 1945 in ihrer Heimatregion zu vermitteln, Erinnerungsliteratur in Projekten zu behandeln, Filme zu antifaschistischen Themen zu zeigen
Der Kreisvorstand wird aufgefordert, zum dem Thema eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Kreisvorstandes, kommunalen Abgeordneten und den Ortsverbänden zu gründen, die konkrete Schritte entwickelt, wie auf Angriffe und Vorschläge zur Beseitigung von Mahnmalen und Gedenkstätten zügig reagiert werden kann.
