Aktuelle Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg 2009 bis 2030 - Auswirkungen für die demografische Entwicklung der Region Oderland-Spree
Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Landes Brandenburg für den Zeitraum von 2009 bis
2030 liegt zum Stand ai 2010 auch in einer so genannten kleinräumigen Bevölkerungsvor-
ausschätzung für die Ämter und amtsfreien Gemeinden der Region Oderland-Spree vor.
Die durch das Brandenburger Landesamt für Bauen und Verkehr getroffenen Annahmen wur-
den gegenüber der vorherigen Prognose aus dem Jahr 2008 überprüft und leicht modifiziert (z. B. weiterer Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung).
Seit dem Jahr 2001 ist die Bevölkerungszahl in der Region Oderland-Spree ebenso wie im Land Brandenburg rückläufig. Der jährliche Bevölkerungsverlust der Region liegt im Durchschnitt der vergangenen Jahre bei ca. 2.300 Einwohnern, im Landkreis Oder-Spree bei ca. 1.000 Einwohnern.
Ähnlich wie das Land Brandenburg leidet auch die Region Oderland-Spree unter einem anhal-
tenden Geburtendefizit (Lebendgeborene - Gestorbene), das sich trotz tendenziell steigender Geburtenhäufigkeit auch in der Zukunft fortsetzen wird.
Leichte Wanderungsverluste verstärken seit 2002 den Bevölkerungsrückgang in der Region Oderland-Spree (2001: 455.612 Einwohner; 2010: 434.691 Einwohner). Der Bevölkerungsverlust im Landkreis Oder-Spree entspricht der gesamträumlichen Entwicklung (2001: 195.670 Einwohner; 2010: 183.859 Einwohner).
Die deutlichen Unterschiede der Bevölkerungsentwicklung in den Teilräumen der Region ver-
stärken sich tendenziell. Bis 2030 wird die Bevölkerung im Berliner Umland zuwanderungsbe-
dingt um 7 % zunehmen, wobei der Zuwachs vorrangig im Raum Potsdam und im Umfeld des Flughafens BER stattfinden wird. Nach den vorliegenden Expertisen ist mit einer arbeitsplatzbedingten Zuwanderung in diesen Raum zu rechnen, auch wenn eine quantitative Einschätzung der Bevölkerungsentwicklung im Flughafenumfeld mit Unsicherheiten verbunden ist.
Dagegen werden die Gemeinden außerhalb des „Berliner Umlands“ - im „weiteren etropolenraum“ - mit weiteren Bevölkerungsrückgängen bis 2030 von 20 bis zu 40 Prozent umzugehen haben, die überwiegend auf dem erheblichen Geburtendefizit beruhen.
Der Bevölkerungsrückgang der Region Oderland-Spree (lt. Prognose im Jahr 2020 ca. 409.400 Einwohner; im Jahr 2030 ca. 379.500 Einwohner) geht einher mit einer deutlichen Verschiebung der Altersstruktur der Bevölkerung.
Die Alterung der Bevölkerung schreitet deutlich voran, weil sich das Geburtendefizit infolge der
niedrigen Fertilität (Geburtenhäufigkeit der Frauen) und der zunehmend schwächer besetzten Jahrgänge der zukünftigen Elterngeneration ausweitet („demografisches Echo“).
Der Anteil der älteren enschen an der Gesamtbevölkerung nimmt in der gesamten Region zu
(über 65-Jährige: + 24 % bis 2020; + 60 % bis 2030).
(Quelle: http://www.rpg-oderland-spree.de)
