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Aktion "Für einen gerechten Milchpreis"

Die Milchpreise sinken ins Bodenlose. Die Discounter buhlen seit einigen Wochen im Preikampf um die Kunden. Schön für den Verbraucher ... doch wie lange noch?

In Zeiten steigender Energie- und Rohstoffpreise und der Finanzkrise sind die Erzeugerkosten für den Liter Milch eher gestiegen als gesunken, aber wie können dann die Preise beim Endverbraucher dann so fallen? Die Rechnung ist ganz einfach und doch so kompliziert. Gespart wird erst einmal beim Erzeuger, also den Bauern. Das Team des Abgeordneten Peer Jürgens versuchte heute in Fürstenwalde, Beeskow und Eisenhüttenstadt mit dem Verteilen von einem "Bauern-Liter" Milch - der Menge der produzierten Milch, die der Bauer auch bezahlt bekommt - auf diese Unausgewogenheit hinzuweisen. Die mit 430 ml frischer Rohmilch nur halb gefüllten Flaschen zeigten beim Bürger auch den erwarteten AHA-Effekt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben gerade im ländlich geprägten grosses Verständnis für die Probleme der Bauern und äusserten auch offen ihre Solidarität mit den betroffenen Landwirten.

Da Brandenburg über keine grösseren Industriezweige und deren Ansiedlungen verfügt sind die Landwirte eine der wirtschaftlichen Stützen des Landes, doch wie lange können sie diesen Preiskampf noch durchhalten. Die Proteste der Bauern im Frühjahr des Jahres haben gezeigt, das die Lage mehr als nur ernst ist.

Denn wenn die Milch nicht mehr von den Bauern der Region kommen kann, wir der Verbraucher auch die erhöhten Transportkosten am Preis spüren. Nun sind die Molkereien, der Handel und die Politik gefragt: "Was ist Ihnen der Liter Milch wert?"

Auch wenn zum Ende der Aktion noch Milch vom Beerfelder Bauern übrig war, war sie nicht verschwendet. Die verbliebene Rohmilch lieferte das Team aufgrund der kurzen Lagermöglichkeit als Spende im Tierheim in Fürstenwalde ab.